Schwerpunkt Europa


Zypern 2019

Das hätten sich die 6 Schülerinnen des Schulzentrums Barßel nicht träumen lassen.

Sie trafen sich am Gymnasium „Frieden und Freiheit“ in Deryneia auf Zypern mit Gleichaltrigen der Partnerschulen aus Litauen, Italien, Tschechien, den Niederlanden und Zypern, um im Rahmen des Erasmus+ Projektes über die Zukunft Europas zum Thema „Umwelt und Zukunft – Erneuerbare Energien“ nachzudenken.

Die Schülerinnen programmierten kleine Roboter, bauten  eigene solarbetriebene Fahrzeuge und besuchten die technische Hochschule Zyperns, welche ihr bemanntes solarbetriebenes Auto mit einer Höchstleistung von 40 km/h präsentierte. Außerdem wurden ein Windenergiepark sowie ein Solarpark besichtigt.

Neben diesen Einblicken beeindruckte Zypern durch die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Zyprioten. Die Gastfamilien und mitwirkenden Lehrkräfte des Gymnasiums „Frieden und Freiheit“ ermöglichten interessante Einblicke in den typischen (Schul-)alltag und die Kultur. Außerdem lernten sie im Nationalpark „Kavo Gkreko“ etwas über Flora und Fauna Zyperns und erfuhren  im Kultur- und Volkskundemuseum die existentielle Bedeutung der Landwirtschaft für die Menschen. Besonders beeindruckend war der Besuch des Auffanglagers für Flüchtlinge und ein Blick auf die von der Türkei teilweise besetzte „Geisterstadt“ Famagusta. Ein Europa, wie die Schülerinnen es aus Barßel kennen, wurde auf eine ganz andere Art und Weise beleuchtet.

Am Freitag, den 22. März 2019 fand dann ein tränenreicher Abschied von neu gewonnenen Freunden statt. Denn die Schülerinnen haben nicht nur in den Gastfamilien gelebt, sondern auch Kontakte zu SchülerInnen aus den Niederlanden, Italien, Litauen und Tschechien geknüpft- ein voller Erfolg europäischer Interaktion.

Der Aufenthalt auf Zypern ist nicht das einzige Treffen im Rahmen von Erasmus+. Noch in diesem Schuljahr geht es nach Almelo (Niederlande) zu dem Thema „Lebenslanges Lernen“ und im nächsten Jahr reisen weitere Schülerinnen und Schüler nach Tschechien und Italien.

Diese Treffen eignen sich besonders zur Förderung der leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler. Sie bereiten die anspruchsvollen Themen größtenteils eigenständig vor. Vor Ort müssen sie sich mit den Meinungen und Ideen der Jugendlichen aus den anderen Ländern auseinandersetzen und ihre Ideen vertreten,  dies natürlich in Englisch. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse.

Erasmus +

Die RS Barßel nimmt in den kommenden beiden Jahren noch einmal an einem Erasmus+ – Projekt (früher Comenius – Projekt) teil.

In dem Projekt für Schulpartnerschaften arbeitet die Realschule mit ihren Partnern aus Zypern (Deryneia), Italien (Bergamo), Tschechien (Blansko), Litauen (Sirvintos) und den Niederlanden (Almelo) zusammen. Für die Koordination des Projektes am Schulzentrum sind Frau Maike Meyer und Frau Sara Golak verantwortlich.

Welche Kompetenzen/Fähigkeiten müssen junge Menschen erlernen, um den Anforderungen in  Europa in Zukunft gerecht zu werden?

Auf diese Frage wollen die Jugendlichen aus den 6 Ländern Antworten finden. Dazu treffen sich jeweils 6 SchülerInnen zu 4 Workshops. Jeder Workshop setzt unter-schiedliche Schwerpunkte. Beim ersten Treffen auf Zypern steht das Thema Umwelt und erneuerbare Energien im Mittelpunkt. Auf den nachfolgenden Workshops in Italien, Tschechien und den Niederlanden geht es um Berufsaussichten, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit und die Motivation zum lebenslangen Lernen.

Da die Schülerinnen und Schüler in Familien untergebracht sind, lernen sie gleichzeitig den Alltag und die Kultur in den Gastländern kennen und verstehen.

Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, die jungen Menschen für die Probleme und Zukunftsaussichten in den verschiedenen Ländern zu sensibilisieren und anschließend gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie sie ein Europa in Zukunft gestalten können.

Das Erasmus+ – Projekt ist ein wichtiger Teil des Schwerpunktes Europa am Schulzentrum Barßel. Außerdem arbeiten Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 10  in dem Projekt „Partnerschule des europäischen Parlaments“ mit anderen Schulen zusammen. Eine Gruppe von Schülern aus dem Jahrgang 8 wird wieder zu unserer Partnerschule nach Italien reisen und der Französischkurs wird Straßburg mit dem europäischen Parlament besuchen.

Schon seit Jahren pflegt das Schulzentrum gute Kontakte zu Schulen im In- und Ausland. Viele Schülerinnen und Schüler konnten in den vergangenen Jahren an Austauschfahrten teilnehmen und Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen beherbergen.

Auch in der Zukunft sollen Begegnungen im Rahmen der Comenius-Projekte durchgeführt werden.

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